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Berufsschäfer&Hüteschäferei

Süddeutsche Wander- und Hüteschäferei

 

Seit mehreren Jahrhunderten werden Wander- und Hüteschäferei in Süddeutschland betrieben. Für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaften spielen sie bis heute eine entscheidende Rolle. Das hierfür relevante Wissen und Können wird in einer Berufsausbildung und durch Fortbildungen vermittelt.

 

Bei der Wanderschäferei ziehen Schafherden, geführt von ihren Schäferinnen und Schäfern, im jahreszeitlichen und standörtlichen Wechsel zwischen Sommer-, Herbst- und Winterweiden dem verfügbaren Futterangebot nach. Im Winter werden die Tiere meist kurzzeitig aufgestallt. Die Sommerweiden sind oftmals besonders karge Weidegründe, die landwirtschaftlich kaum anders genutzt werden können. Die Herbstweiden liegen in den Ackerbauregionen auf dem Weg zu den Winterweiden beziehungsweise von den Sommerweiden. Im Winter ziehen die Schafe dann in klimatische Gunstlagen. Dabei sind Distanzen von 50 bis 500 Kilometer zu bewältigen.

 

Durch die jahrhundertelange Schafbeweidung sind Wacholderheiden, Mager- und Trockenrasen entstanden, die zu den historischen Kulturlandschaftselementen in Bayern und Baden-Württemberg zählen und als charakteristische Zeugen für das menschliche Wirken im Naturraum gelten. Die Wanderschäferei trägt außerdem durch den Transport von Tier- und Pflanzenarten von einer Weidefläche zur nächsten und durch die Klauen und Wolle der Schafe zur Erhaltung der Biodiversität und zur Biotopvernetzung bei.

Kontakt

 

Das Wissen über Hüten und Führen der Schafe, Haltung und Züchtung der Tiere, Bedeutung von Nutzungsintensität, Nutzungsfrequenz und Nutzungszeitpunkt der Weideflächen und der Futterselektion der Schafe ist bis heute ein wichtiger Bestandteil in der Berufsausbildung zum Tierwirt (Fachrichtung Schafhaltung). Auch Fortbildungen im Rahmen der Erwachsenenbildung werden zu diesen Themen angeboten. Darüber hinaus stellen die über Jahrhunderte entstandenen Schäferlieder, Schäferdichtungen und Schäfertänze ein besonderes Kulturgut dar. In regionalen Verbänden finden sie nicht nur Berücksichtigung bei Festen und Feierlichkeiten, sondern sind auch Ausgangspunkt für Wettbewerbe.

 

Die Hauptrasse in der bayerischen Hüte- und Wanderschäferei ist das Merinolandschaf. Durch intensive Bemühungen der Zuchtorganisationen und durch das große Engagement von privaten Tierhaltern konnten regionale Rassen wie das Coburger Fuchsschaf und das Rhönschaf erhalten werden. Die Bayerische Staatsregierung zahlt für die Züchtung dieser Rassen eine Erhaltungsprämie an die Betriebe, um die Bestände zu erhalten und zu stützen.

 

In Bayern gibt es derzeit noch ca. 100 Haupterwerbsschäfer. Die Tendenz ist leider stark fallend.

 

Die Süddeutsche Wander- und Hüteschäferei wurde 2020 in dem bundesweiten Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe aufgenommen (Deutsche UNESCO-Kommission e.V.)

https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/schaeferei

	Berufsschäfer und Hüteschäferei

Kontakt

Landesverband Bayerischer
Schafhalter e.V.
Senator Gerauer Str. 23 a
85586 Poing OT Grub

Telefon (089) 536226
Fax (089) 5439543

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